Konzeptioneller Hintergrund

Musikunterricht will den Kindern die Welt der Musik eröffnen. Damit betreten sie den „Raum der Töne“. Der Raum ist voller Klänge in allen denkbaren Formen, Farben und Stilen. Das alles wahrzunehmen und unterscheiden zu lernen ist die erste Herausforderung.

Der Tonraum ist vierdimensional: jeder Ton hat eine Dauer, eine Lautstärke, ein Klangfarbe und ein Tonhöhe.

  •  Die Aspekte Klangfarbe und Lautstärke sind schnell erfaßt und verstanden (wie klingt eine Klarinette, wie eine Trompete – spielt sie laut oder leise?).
  • Die verschiedenen Dauern der Töne fügen sich zum Rhythmus. Für das Rhythmustraining gibt es viele bewährte Methoden.

Schwierig wird es mit der vierten Dimension, den Tonhöhen. Die verschiedenen Tonhöhen fügen sich zu Melodien, die als Lieder in Kombination mit dem Text und Rhythmus gelernt und im Gedächtnis behalten werden. Tonhöhen losgelöst von Text und Rhythmus zu unterscheiden, das ist die Herausforderung. Wir brauchen eine tragende Idee als Grundlage für ein gut geplantes weiteres Vorgehen. Die tragende Idee heißt Solmisation, die Richtung heißt Sound before Sign, und tabDo kann der Kompaß sein.

Die Idee und das Konzept von tabDo stelle ich in folgenden drei Schritten dar:

  1. Schwimmen und Singen – oder: Groß ist die Gefahr die Richtung zu verlieren oder den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun.
  2. „Singen und Solmisation“ – oder: Warum Solmisation trägt.
  3. „Solmisation und tabDo“ – oder: Was tabDo leisten kann, um auf dem Weg zu bleiben und gut voran zu kommen.

Wie auf dieser Grundlage und mit welchen Prinzipen Unterricht gestaltet werden kann, das zeige ich unter dem Reiter „tabDo im UNTERRICHT“. Dabei wird sich tabDo als vielfältig verwendbares „Hilfsinstrument“ erweisen.


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