Goethe, die Kinder und die Solmisation

„Es hört doch jeder nur, was er versteht“ sagt Goethe in Maximen und Reflexionen.Was meint er damit? Akustisch hören wir auch das, was wir nicht verstehen. Aber wenn wir eine Aneinanderreihung von Tönen als Melodie hören, dann haben wir etwas verstanden. Dieses Verstehen baut sich im Kindesalter über die Kinderlieder auf. Und wenn die Pädagogik daran anknüpfend die Wahrnehmung schärft und schult, dann baut sich  Wissen und Verstehen auf und öffnet unseren „Hörkanal“ für immer Read more [...]

Sehen & Hören / Schätzen & Messen / Zirkel & tabDo

Bekommen Sie beim Betrachten des Dreiecks das Gefühl, daß die drei Seiten gleich lang sein könnten? Und das Rechteck? Sieht es nicht so aus, als sei es doppelt so lang wie breit? Um sicher zu sein, ob dieser Eindruck stimmt, müssen wir messen. Dazu benötigen wir keineswegs ein Maß wie cm oder inch. Es reicht ein Zirkel, denn wir wollen ja nicht wissen, wie lang die Strecken in der einen oder anderen Maßeinheit sind; wir wollen wissen, ob Strecken gleich lang sind oder doppelte Länge Read more [...]

Anschlußfähiges Lernen

Dem Wort Musikunterricht wird häufig ein Adjektiv beigegeben, um anzudeuten,  daß es im Unterricht gewisse Schwerpunkte geben soll. Zum Beispiel: erfahrungserschließende Musikerziehung / schülerorientierter Musikunterricht / handlungsorientierter Musikunterricht / aufbauender Unterricht. Wenn wir einen Schritt zurücktreten, dann wird deutlich, daß es allen Konzeptionen letztlich um zwei Dinge geht: Wir wollen die Schülerin/den Schüler da abholen, wo sie/er steht. daß mit dem Blick Read more [...]

Frontalunterricht aus gutem Grund – tabDo mit Beamer einsetzen

Es ist technisch gar kein Problem, das iPad mit einem Beamer zu verbinden und dann mit allen Kindern gemeinsam zu arbeiten. Eine Melodie nachbauen, die relative Solmisation erklären, Gehörübungen machen ….. all das läßt sich sinnvoll und effektiv durchführen. Auf diese Weise können Sie die Kinder mit tabDo vertraut machen: alle schauen auf die Leinwand und melden sich, wenn sie etwas beitragen wollen. So können wir z.B. gemeinsam eine Melodie nachbauen. Nehmen wir den Anfang von „Bruder Read more [...]

Die innere Tonvorstellung entwickeln – fächerübergreifend

Unbestritten: ohne die Entwicklung einer inneren Tonvorstellung ist das Unterrichten „drumherum“ ziemlich sinnlos, weil ein Kern fehlt, um den herum sich alles Weitere entwickeln kann. Und je mehr mit diesem Kern vernetzt wird, umso besser ist er verankert. Auf diesen Internetseiten habe ich eine überraschende mögliche Querverbindung entdeckt: http://www.physikforkids.de/lab1/versuche/glasmu/index.html http://www.spielundzukunft.de/spiele/kinder-entdecken-die-welt/entdeckenswertes-im-winter/1356-wassermusik Füllen Read more [...]

Sprache & Musik / Musik & Sprache / MUSILANGUAGE

Über das Verhältnis von Sprache und Musik haben schon Platon und Aristoteles nachgedacht und bis heute wird dieses Verhältnis immer wieder reflektiert. ! Die rasante Entwicklung der Kognitionswissenschaften eröffnet ganz  neue Möglichkeiten, die beiden Phänomene zu untersuchen. Hochinteressante Zusammenhänge präsentiert z.B. Steven Brown in seinem Artikel The „Musilanguage“ Model of Music Evolution ! http://neuroarts.org/pdf/musilanguage.pdf Steven Brown ist Direktor der „NeuroArts Read more [...]

Lernen = Kopieren  Verändern  Verbinden / tabDo

Ich möchte Sie auf ein fantastisches Video hinweisen: Lernen = Kopieren Verändern  Verbinden, https://youtu.be/FlPh0Z39Fqg Der Autor ist Jörg Lohrer, Dozent am Comenisus-Institut, https://www.comenius.de/ Hier die ersten Sätze des Kommentars: Die Idee von Neuschöpfungen ist von einem Nebel voller Mythen umgeben. Es gibt die magische Vorstellung, daß Ideen nur durch Inspiration entstehen, daß originelle Leute etwas ganz besonderes sind, daß nur Genies etwas einzigartiges hinbekommen, Read more [...]

Solmisation und Wahrnehmung

Behauptung: Wenn Menschen Wörter für Töne haben (z.B. Do-Re-Mi), dann erleichtert und verbessert das die Fähigkeit, Töne zu unterscheiden. Intuitiv ist das klar. Aber einen im wissenschaftlichen Sinne tragfähigen Beweis gibt es (noch) nicht. Ein Beweis wäre für die Musikpädagogik sehr hilfreich und würde manche Diskussion überflüssig machen. Und es wäre wohl nicht sehr schwer, die These zu prüfen. Ein Blick über den musikpädagogischen Gartenzaun zeigt, wie man das machen könnte. Die Read more [...]

Zum Muttertag ein eigenes Lied

Am 14. Mai ist Muttertag. Der Muttertag ist keine moderne Erfindung, um „die Wirtschaft anzukurbeln“. Schon im 13. Jahrhundert feierte man in England den „mothering Sunday“ und seit 1922 ist in Deutschland (und vielen anderen Ländern) der zweite Sonntag im Mai ganz offiziell der Muttertag. Die Kinder könnten der Mama das Frühstück ans Bett bringen oder einen bunten Strauß Frühlingsblumen pflücken – oder ein Lied komponieren! Ein kleines Gedicht verfassen – das machen die Read more [...]

tabDo – der Tonkasten

„Etwa 80 Prozent der Informationen über die Umwelt erhalten wir über die Augen, schätzen die Wissenschaftler“, so ist oft zu lesen. Wir wollen ganz genau in Melodien hinein hören. Das ist für die meisten Kinder etwas völlig Neues. Aber wir können uns die Dominanz des Optischen zunutze machen, wenn wir den Kindern erklären, wie sie das machen sollen. Nämlich ganz genau so wie sie es mit großer Wahrscheinlichkeit von ihren Malübungen her kennen, die sie vielleicht sogar schon im Kindergarten Read more [...]