Mit learning by doing Solmisation und Musik lernen starten

 

Egal in welchem Alter wir starten wollen, in einer Seniorengruppe, bei Zwölfjährigen oder im zweiten Schuljahr – alle haben tief im Gedächtnis einen gemeinsamen Vorrat an Kinderliedern gespeichert. Alle meine Entchen oder Morgen kommt der Weihnachtsmann kennt jede und jeder.

  • Nehmen wEb-Durir als Beispiel Lisa, 8 Jahre alt. Wir sagen ihr:„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne beginnt mit La, versuch es mal auf tabDo zu spielen.“
    Lisa wird die Töne „zusammen suchen“ und in der richtigen Reihenfolge „zusammen stellen“, sie wird die Melodie „entstehen lassen“.
    Es spielt dabei keine Rolle, ob Lisa sich noch nie näher mit Musik beschäftigt hat oder ob sie Klavierstunden erhält und schon Noten kennt. Nehmen wir an, Lisas „Vorbildung“ besteht lediglich aus der Kenntnis des Liedes. Das reicht, um die  Reihenfolge der Töne herauszufinden. Vielleicht schafft Lisa das ohne weitere Hilfsmittel. Vielleicht aber macht sie sich Notizen. Etwa indem sie den Text aufschreibt und dazu die gefundenen Töne notiert. Z.B. so:

 

LaSoMi LaSoMi So  So    La       La   SoMi  DoMi   So   So    Mi     DoMi   So  So   Mi     
Laterne, Laterne, Sonne,  Mond und Sterne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht
.
DoMiSo So So LaLa LaSoSo  Mi

Vielleicht hat das 20 Minuten gedauert und ist noch ganz unbeholfen.  Aber was ist in diesen 20 Minuten alles passiert!

  • Lisa hat den Tonraum erkundet.
  • Sie hat bemerkt, daß die Melodie aus 4 Tönen gemacht wurde. Das hat sie auch vorher „gewußt“, aber es war ihr nicht bewußt.
  • Nun kann sie die 4 Töne auch namentlich unterscheiden.

Und darauf können wir unmittelbar aufbauen. Wenn wir versuchen, das Gehörte schriftlich entsprechend darzustellen, dann würde man die Melodie in einem nächsten Schritt vielleicht so aufschreiben:
La So Mi /  La So Mi
So So La La So   Mi
Do Mi So So Mi / Do Mi So So Mi
Do Mi So So So La La La So So MiDamit wird die Gliederung, die „Formung“, die Gestaltung der Tonfolge deutlicher, und Lisa beginnt zu verstehen, wie die Melodie „funktioniert.“
Außerdem wird Lisa klar, daß die Reihung Do Re Mi …..so etwas ist wie die Reihung der Buchstaben im Alphabet. Aus diesem ABC werden Wörter und Sätze gebildet, und genau so ist es mit den Tönen: Do Re Mi ist eine Sortierung, ein Tonvorrat, aus dem Melodien gemacht werden.

Was noch?
Weiter erkennt Lisa unmittelbar, daß die Melodie immer gleich bleibt, egal von welchem Ausgangston man startet, sie klingt nur „höher“ oder „tiefer“. Das ist ja der große Vorteil der Solmisation, und das wird mit tabDo unmittelbar deutlich.

Was noch?
Wir können testen, ob Lisa die Töne schon „verinnerlicht hat, indem wir mit den 4 Tönen „Hörübungen“ machen. Und werden wahrscheinlich feststellen: die Tonvorstellung ist noch nicht stabil, aber ein Anfang ist gemacht. Und Lisa wird vermutlich „sportlichen“ Ehrgeiz entwickeln, bei solchen Gehörbildungsübungen möglichst alles richtig zu hören.

Wie effektiv  „learning by doing“ ist, wurde oft schon untersucht und bewiesen. Aber schon Aristoteles wußte das – ohne statistische Beweise. Mit tabDo als tool läßt sich diese Methode auch in Musik anwenden.

 

 

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